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Artikel » Versicherungen Die ungerechte Solidargemeinschaft |
Seit der letzten Reform der Krankenversicherung ist wirklich jeder Deutsche gezwungen, sich durch regelmäßige Beiträge zu einer gesetzlichen Krankenkasse oder privaten Krankenversicherung (PKV) gegen die immensen Kosten einer möglichen Erkrankung abzusichern. Selbst das Prinzip der Freiwilligkeit bei Selbstständigen wurde nun endgültig aufgegeben. Der Gesetzgeber sieht hierin die Ausweitung der Solidargemeinschaft - da jeder irgendwann einmal krank wird, soll sich auch jeder an den Kosten beteiligen. Auf den ersten Blick besticht dieses Argument, und sicher ist es vernünftig, grundsätzlich für den Krankheitsfall Vorsorge zu treffen. Es ist auch richtig, dass man viele Menschen manchmal zu ihrem Glück zwingen muss, da sie nach dem Prinzip leben: "Es trifft immer nur die anderen, mir selbst passiert schon nichts." Es sollte auch niemand etwas dagegen haben, dass die finanziell besser gestellten einen höheren Beitrag leisten als die wirtschaftlich Schwächeren. Das Prinzip der Solidarität, nach dem der Starke dem Schwachen hilft, hat der menschlichen Spezies über Jahrtausende hinweg überhaupt erst das Überleben ermöglicht. Und doch verbergen sich hinter dem Schleier der Solidarität in unserem gegenwärtigen System erhebliche Ungerechtigkeiten. Es muss nämlich nicht nur der besser Verdienende die Kosten der Mitglieder mit geringerem Einkommen mittragen, sondern auch der Gesundheitsbewusste die Kosten des verantwortungslosen Lebemannes. Es geht hier gar nicht darum, etwa einen höheren Tarif für Raucher oder Leistungssportler zu fordern und damit die allgemeine Freiheit der Lebensgestaltung einzuschränken. Fast jeder belastet ja seine Gesundheit auf die eine oder andere Weise stärker als nötig, und oft stellt sich heraus, dass die Weisheiten von Gesundheitsaposteln - über Jahre hinweg allgemein anerkannt - doch nicht den Tatsachen entsprechen. Aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass manche sich erfolgreich um Gesunderhaltung bemühen, während andere im Gegenteil froh sind, sich mehrmals im Jahr krank schreiben lassen zu können. Ein guter Schritt ist da sicher die Zahlung von Prämien für diejenigen, die die Krankenversicherung lange Zeit nicht in Anspruch nehmen. Wie der Einzelne nun für seine Gesundheit sorgt, bleibt ihm dabei selbst überlassen. Insbesondere sind hier auch alternative Behandlungsmethoden zu nennen, mit denen sich insbesondere die gesetzlichen Krankenkassen nach wie vor sehr schwer tun. Wer beispielsweise einige Euro für ein Buch über Entspannungsübungen ausgibt (die ihm keine Krankenkasse ersetzen wird) und zukünftig täglich danach übt, reduziert mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit bereits die Zahl seiner Krankheitstage deutlich. Dasselbe gilt für denjenigen, der etwa für einen dreistelligen Betrag ein Reiki-Seminar besucht und das Gelernte einige Minuten täglich anwendet. Dieses sind nur zwei Beispiele dafür, dass der einzelne viel mehr für seine Gesundheit tun kann und sollte, als die Werbung der Pharmakonzerne uns weismachen will. Glücklich schätzen können sich diejenigen Personen, die die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der privaten Krankenkasse erfüllen. Ein PKV Vergleich zeigt, dass sich dort oft ein Tarif finden lässt, der der persönlichen Lebensgestaltung wesentlich mehr entgegen kommt.
| | | 25.01.2009 17:03:25 von |
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