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Jandia Playa - Entwicklung des beliebteten Ferienortes

Urlauber, die schon seit etlichen Jahren die Kanarische Insel Fuerteventura besuchen, können ein Lied davon singen, wie sehr sich dieses Eiland verändert hat. Das gilt insbesondere für den Süden der Insel, die Halbinsel Jandia.

Denn hier nahm vor grade mal 40 Jahren die touristische Erschließung dieses wunderschönen Fleckchens Erde ihren Anfang. Zwei deutsche Architekten, die zuvor auf Teneriffa einige Bungalowanlagen gebaut hatten, entdeckten Mitte der sechziger Jahre bei einem Segeltörn von ihrer Yacht aus die Traumstrände rund um das heutige Morro Jable.

Dort errichteten sie unter schwierigsten Bedingungen zunächst einmal eine private Unterkunft, die dann später zu einem kleinen Hotel, der „Casa Atlantica“, ausgebaut wurde. Die ersten Besucher mussten dabei noch einen recht abenteuerlichen Anreiseweg in Kauf nehmen, für den heute wohl nur noch wenige Urlauber zu begeistern wären: in Propellermaschinen wurde Fuerteventura von Gran Canaria oder Teneriffa aus angeflogen und Ziel war ein kleiner Flughafen nordwestlich von Puerto del Rosario, dessen Landebahn zudem auch noch die dortige Landstraße kreuzte.

Von da aus ging der Transfer per Bus oder Jeep dann weiter auf staubigen Feldwegen, denn asphaltierte Straßen gab es damals noch nicht viele, und mit etwas Glück war man fünf Stunden später, reichlich durchgerüttelt am Ziel seiner Träume. Natürlich sind auch die Hotelstandards von früher nicht mit denen von heute zu vergleichen und Stromausfälle oder Versorgungsmängel, die noch lange Zeit ein großes Problem darstellten, sind heutzutage ebenso eine große Ausnahme. Improvisation, Ruhe und Gelassenheit halfen darüber hinweg, wenn es mal nicht so lief, wie man es andernorts gewohnt war. Und das Wissen darum, dass man sich an einem paradiesischen Ort befindet, der durchaus auch im Urlaub ein gewisses Maß an Eigeninitiative erforderte, gab den Besuchern des Öfteren das Gefühl, die Zeit wie Robinson Crusoe zu verbringen. So wundert es dann auch nicht, dass ein weiteres Hotel – zunächst auf den Namen Jandia Playa getauft – kurze Zeit später in „Robinson Club Jandia Playa“ umbenannt wurde: der weltweit erste Robinson-Club!

Auch wenn Anfang der achtziger Jahre ein regelrechter Bauboom einsetzte, nachdem die Straße nach Morro Jable endlich asphaltiert worden war, und sich das Urlaubsgebiet rund um Jandia Playa mittlerweile zu einem bedeutenden Touristenziel in Europa gemausert hat, hat sich eins doch über die Jahre gehalten.

Und das sind die vielen Traumstrände, die mit ihrem feinen, goldgelben Sand zu kilometerlangen Spaziergängen einladen, und das herrlich türkis blaue Wasser, das auch noch Ende Oktober mit einer Wassertemperatur von meist bis zu 23 Grad aufwartet. Natürlich war es früher dort einsamer und man wurde manchenorts noch mit Handschlag begrüßt. Dafür sind heute aber Ausstattung, Komfort und Service so, wie man es gewohnt ist. Und die Einsamkeit kann man am Strand von Jandia Playa immer noch erleben und dann davon träumen: was wäre, wenn…

08.08.2008 10:31:33 von reisefreund
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