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Mal anders Urlaub machen und Berggorillas besuchen

Fast kein Volk dieser Erde reist so viel und häufig wie die Deutschen. Dementsprechend sind Reiseveranstalter stets bemüht, neue und exotischere Ziele zu erschließen und Reisen dorthin anzubieten. Ein besonders interessanter Erdteil hierfür ist Afrika. Waren lange Zeit nur die klassischen Badeorte und Safari-Parks für normale Touristen zugänglich, werden inzwischen auch Reisen in entlegene Gebiete und besondere Schutzgebiete angeboten.

Ein Beispiel hierfür ist das Dreiländer-Eck von Uganda, Ruanda und dem Kongo, in dem die Berggorillas leben. Diese dem Menschen sehr verwandte Tierart gehört zu den am meisten bedrohten Spezies der Erde und bekannt wurde ihr Schicksal hauptsächlich durch die aufopfernde Arbeit der Forscherin Dian Fossey, deren Leben und Wirken mit „Gorillas im Nebel“ sogar verfilmt wurde. Doch auch wenn seit ihrem Engagement viel Zeit verging und viel für die Tiere getan wurde – ihr Bestand schrumpft dennoch weiter.
Nicht zuletzt die Unruhen in Ruanda vor einigen Jahren haben dazu geführt, dass viele Tiere wegen des damit verbundenen Lärms aus den Schutzgebieten geflohen sind und nun in den kultivierteren Landschaften entweder nicht mehr genug Fressen finden oder aber von den Einheimischen als billiges „Bush Meat“ gejagt und verspeist werden.

Es ist also unbedingt nötig, dass die vorhandenen Schutzgebiete weiter gesichert und unterstützt werden, damit die dort verbliebenen, paarhundert Exemplare mit der Zeit vielleicht wieder zu einer stabilen, gesunden Population anwachsen können.

Zu diesem Zweck bieten diverse Veranstalter nun Reisen direkt in die Lebensräume dieser Tiere an. Im Rahmen einer Expedition zu Fuß unter fachkundiger Anleitung kann man die Berggorillas sogar direkt besuchen und bis zu einer Stunde mit ihnen verbringen. Eine Stunde, die laut der bisherigen Teilnehmer das Leben verändert, denn der Blick in die Augen eines dieser sanften Riesen lässt sich mit nichts vergleichen. Wer das erlebt hat, wird also automatisch ein gesteigertes Bewusstsein für Tiere und Umwelt haben und sein Handeln auch zu Hause ändern, weshalb eine derartige Reise nicht nur konkret den Berggorillas sondern allgemein der Umwelt helfen kann.
Zusätzlich zu diesem Effekt unterstützen aber viele Reiseveranstalter mit jeder Reise den Dian Fossey Gorilla Fund, der für diesen Park zuständig ist und der einen festen Geldbetrag pro Reiseteilnehmer gespendet bekommt.

Warum also nicht einmal ganz anders Urlaub machen und dabei auch noch etwas Gutes tun? Ein Uganda-Urlaub ist an sich bereits ein einzigartiges Erlebnis in einem der schönsten Länder dieser Erde – zusammen mit einem Gorilla-Trekking wird daraus etwas noch viel unvergesslicheres.

28.04.2008 15:22:23 von faunareisen
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