Der Valentinstag hat eine lange Geschichte Im Grunde ist natürlich jeder Tag der richtige für Geschenke an einen Menschen, den man liebt. Für die meisten ist es aber doch hilfreich, sich einen bestimmten Anlass dafür vorzunehmen. Darum sieht man am 14. Februar landesweit Männer die Blumenläden stürmen und vor allem langstielige rote Rosen erstehen. Junge Mädchen und besonders romantische Männer versuchen es vielleicht eher mit einem selbst verfassten Gedicht. Wer nicht ganz so mutig ist oder sich für etwas weniger begabt hält, zieht es wahrscheinlich vor, in einem der zahlreichen Online Geschenkeshops ein romantisches Geschenk zu erstehen. Tolle Geschenkideen, die sicher ankommen, gibt es hier genug – da ist der Anlass fast egal.
Vielen Deutschen ist die Herkunft des Valentinstages nicht bekannt. In der Tat hatte dieser Tag bis nach dem zweiten Weltkrieg hierzulande keine Bedeutung. Man könnte also meinen, der Valentinstag sei eine Erfindung der Blumen- und Geschenkeindustrie. Dem ist aber nicht so. Valentinsbräuche – auch wenn sie nicht so hießen – kannten schon die Römer. Auf den 14. Februar fiel bei ihnen Lupercalia, ein Feiertag zu Ehren der Göttin Juno. Sie galt als Schutzpatronin der Ehe, die die unverheirateten Mädchen um Rat zur Wahl eines Ehemannes baten. Junge Männer zogen Lose mit den Namen unverheirateter Frauen, mit denen sie im folgenden Jahr ausgehen durften. Manches Paar dürfte sich so gefunden haben.
Der heilige Valentin, und zwar der italienische Bischof Valentin von Terni, kam im dritten Jahrhundert unserer Zeit ins Spiel. Die von ihm getrauten Ehen sollen besonders glücklich gewesen sein. In England ist Valentinstag als Feiertag der Verliebten immerhin schon seit dem späten Mittelalter bekannt und beliebt. Geoffrey Chaucer verfasste um 1380 sein Gedicht „The Parliament of Fowls“ (Das Parlament der Vögel). Darin treffen sich am Tag des heiligen Valentin die Vögel zur Partnersuche und bekommen von der vorsitzenden Göttin Natur die passenden Partner zugeteilt.
Einige Jahrhunderte später kam es in England in Mode, zum Valentinstag Liebesbriefe zu schreiben und Blumen zu schenken. Die Auswanderer nahmen die Sitte mit sich nach Amerika, von wo die amerikanischen Soldaten des zweiten Weltkriegs sie nach Deutschland quasi importierten.