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Damenkleider aus dem Mittelalter

Manche Frau träumt sich gerne zurück, in das so genannte Sissi-Flair – in eine Zeit, als die Damenwelt in herrliche Kleider gehüllt war, und Bälle und das Hofleben den Alltag der damaligen VIPs beherrschten. Die Damenkleider der damaligen Zeit waren um ein Vielfaches aufwendiger und pompöser, als sie das heute sind. Sicher gibt es auch heute Ballkleider, doch stehen diese in keinem Vergleich zu den damaligen Krinolinen. Zahlt man heute den Designer des Kleides, waren damals eher die Ausstattungen der Kleider wichtig. Eine direkte Kleiderordnung gibt es heute nicht mehr. Sicherlich gibt es auch in der modernen Zeit Damenkleider für jeden Anlass – vom eleganten Kostüm über das Sommerkleid mit Blumenmuster bis hin zum atemberaubenden sexy Abendkleid – und alles hat seinen passenden Rahmen.

Bei Hofe damals hatte aber jede Dame eine Vorgabe, welche Stoffe, und welche Verzierungen sie tragen durfte – je nach Stand und Reichtum, versteht sich. Die einfache Landfrau damals trug die Reifröcke mit einem Überwurf aus Leinen, wenig bis gar nicht verziert. Je weiter man sich der jeweiligen Herrscherin des Landes vom Stand her annäherte, umso aufwendiger durften Stoffe, Stickereien und Edelsteinbesatz sein. Die Damenkleider, in die sich die hohen Herrschaften teils morgens beim Ankleiden einnähen ließen, um die Wespentaille nicht durch Reißverschlüsse oder Knopfleisten optisch zu verbreitern, waren teilweise mit echten Diamanten besetzt. Natürlich musste streng darauf geachtet werden, trotz allem Reichtum niemals das Kleid der ersten Frau des Landes, der Kaiserin oder der Königin, zu übertreffen. Über die Bequemlichkeit von den Schnürmiedern, den Unterröcken und schweren Roben muss man keine Worte verlieren – diese war faktisch nicht vorhanden; mache Dame musste sich sogar bei einem anstrengenden Tanzvergnügen bei Hofe der einen oder anderen Ohnmacht hingeben, weil das Kleid einfach zu eng geschnürt war.

24.08.2008 21:32:52 von OMSR
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