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UMTS - Mobile trumpft Festnetz

Die Zeiten, in denen das Festnetz der unbestrittene Herrscher der Telekommunikationswelt war gehen endgültig ihrem Ende entgegen.
Es war schon seit Längerem absehbar, dass sich der Mobilfunk wegen seiner strukturellen Vorteile auf Dauer gegen das unflexible und letztendlich von den Anforderungen an die Infrastruktur unterlegene Festnetz durchsetzen würde.

Das Festnetz brachte zwar den über Jahre äußerst populären Breitbanddienst DSL ins Haus vieler Menschen, konnte in den letzten Jahren aber nicht mehr mit wirklich innovativen Produkten begeistern. Dafür, dass sich Technologien wie Glasfaser durchsetzen können sind sie bislang schlicht zu teuer.

Im Gegensatz dazu hat sich bei den Mobilfunkunternehmen durchaus etwas getan. Nach langen Anlaufschwierigkeiten hat sich die Mobilfunktechnologie der dritten Generation, 3G, mit ihrer Trägertechnik UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) fest im Markt verankert. Hauptsächlich dafür verantwortlich war das Verfügbarwerden einer so genannten Killerapplikation in diesem Markt: Das Mobile Internet hat sich als eine Anwendung erwiesen, die sehr viele Verbraucher von der Nutzung von UMTS bzw. mobiler Breitbanddienste zu überzeugen vermag. Zusätzlich katalysiert wurde die Popularität von UMTS durch die Entwicklung attraktiver und hochfunktioneller Gadgets wie dem iPhone oder auch dem Smartphone von Google, das mit dem open-source Betriebssystem Android läuft. Wer schon einnmal ein Youtube Video von unterwegs z.B. am Badesee seinen Freunden oder Bekannten zeigen konnte, der wird den Coolness-Faktor, den mobiles Internet und UMTS verbreiten können sehr gut nachvollziehen können.

Inzwischen rüstet UMTS sogar zum Angriff auf das einst als 'uneinnehmbar' geltende DSL. Mit den UMTS Turboerweiterungen HSDPA und HSUPA werden inzwischen Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht, die denen von klassischen Breitband-Festnetzanschlüssen in nichts nachstehen.
Im Gegenteil: dank flexibler Modemhardware wie USB Sticks kann man den mobilen Internetanschluss überall hin mitnehmen und sich bei Bedarf von unterwegs mit dem Internet verbinden.

Wer jetzt denkt, das alles koste doch bestimmt die Welt, der irrt: Die hohen Preise im mobilen Datenbereich gehören ebenso der Vergangenheit an wie die ziegelsteingroßen Handys im mobilen Sprachbereich. Da gehören UMTS Datentarife wie T-Mobile web'n'walk zu den absoluten Premiumprodukten und kosten trotzdem keine 40 Euro pro Monat. Eine UMTS Flatrate ist hingegen für besonders preisbewusste auch schon für unter 20,- Euro monatlich zu haben. Bereits ab knapp über 20,- Euro gibt es eine HSDPA Flatrate von o2.



18.03.2009 17:42:15 von Mohawk
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