Jeder kennt den Löwenzahn und denkt daß es sich dabei nur um ein wertloses Unkraut handelt. Dies obwohl der Löwenzahn eins der vielseitigsten Heilkräuter ist. Präparate mit Löwenzahn, Löwenzahntee, Kapseln, Tinkturen oder Auszüge von Löwenzahn sind für teures Geld in Gesundheits- und Naturläden erhältlich. Aber warum Geld ausgeben für Etwas daß wirklich überall, in Hülle und Fülle, wild wächst?Löwenzahn ist eine reiche Quelle von Vitamin A, B-Komplex, C und D sowie den Mineralstoffen Kalium, Zink und kleinen Mengen an Eisen und Mangan. Löwenzahn enthält einen höheren Gehalt an Mineralien als ähnliche Blattgemüse wie Spinat. Eine Tasse Löwenzahnblätter enthält 112% der täglich empfohlenen Dosis an Vitamin A, 32% an Vitamin C, 535% an Vitamin K, 218 mg Kalium, 103 mg Calcium und 1,7 mg Eisen.
Löwenzahn (Wurzeln, Blätter und Blumen) wird schon seit Urzeiten als Heilmittel in der Volksheilkunde angewendet, als Löwenzahntee, in Löwenzahnauszügen oder auch als frische Heilkräuter. Löwenzahn und Löwenzahntee helfen bei der Entgiftung der Leber, Schwellungen, Hautproblemen, Sodbrennen und Magenbeschwerden. Desweiteren findet Löwenzahn Verwendung als Diuretikum, bei Entzündungen, Fieber, Furunkeln, Diabetes und Durchfall.
Heutzutage werden Löwenzahn und Löwenzahntee hauptsächlich als Appetitanreger, zur Förderung der Verdauung und zur Unterstützung der Leber- und Gallenfunktion verwendet. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf daß Löwenzahn, aufgrund seiner harntreibenden Wirkung, den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern zu normalisieren hilft.
Löwenzahn ist ein sehr vielseitiges Heilkraut und man kann Es auf verschiedene Weisen konsumieren. Frische Blumen und Blätter in Salaten oder getrocknet als Löwenzahntee, gemahlene und geröstete Löwenzahnwurzeln als Ersatzkaffee, Gelee oder auch Wein von Löwenzahnblumen. Wirklich alle Pflanzenteile des Löwenzahns lassen sich verwenden.
Löwenzahn hat in der Regel keinerlei unerwünschte oder gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen. Allerdings gibt es auch einige seltene Fälle wobei Menschen, nach Konsum von Löwenzahn oder Löwenzahntee über Magenbeschwerden und Durchfall klagen und es gibt Menschen mit einer Allergie vor Löwenzahn. Personen mit Gallenproblemen sollten den Konsum von Löwenzahn, in welcher Form auch immer, vermeiden. Vor Gebrauch oder bei Nebenwirkungen empfiehlt es sich um immer einen Gesundheitssachverständigen zu konsultieren.
Zubereitung Löwenzahntee: Wie fast alle Teesorten aus Kräutern ist auch Löwenzahntee ein sehr einfach zuzubereitender Kräutertee. Einfach nur 1-2 Teelöffel der kleingeschnittenen und getrockneten Pflanze mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen und das Ganze abgedeckt etwa 10 Minuten lang ziehen lassen.
Wie schon erwähnt wächst Löwenzahn wirklich überall. Jedoch nicht das ganze Jahr über. Es ist darum eine gute Idee um sich einen Vorrat Löwenzahnblätter, getrocknet, verpackt in einer luftdichten Teedose und an einem kühlen Ort aufbewahrt, anzulegen. So kann man immer und zu jeder Jahreszeit von den vielfältigen Gesundheitsvorteilen von Löwenzahntee profitieren.