In einem medizinischen Labor werden unterschiedlichste Analysen von menschlichen Körperflüssigkeiten, Ausscheidungsprodukten oder Gewebearten vorgenommen. So kann im Rahmen der Labordiagnostik beispielsweise mit Hilfe eines Spermiogrammes die Zeugungsfähigkeit des Mannes analysiert werden. Ebenso kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit festgestellt werden oder durch eine Vollmineralanalyse eruiert werden, welche wesentlichen Spurenelemente und Mineralstoffe dem Patienten beispielsweise fehlen. Eine der Routineanalysen im medizinischen Labor ist die Erstellung vom Blutbild eines Patienten. Worum handelt es sich beim Blutbild, das man im medizinischen Labor erhält? Genau geht es um eine Untersuchung, im Rahmen derer photometrisch und mikroskopisch die zellulären Anteile des Blutes des Patienten hinsichtlich ihrer Menge bestimmt werden: Dabei ergibt sich für den Arzt ein genaues „Bild“ über das Blut des Patienten. Meist verwendet man automatische Zählgeräte (Coulter-Counter), um ein Blutbild zu bekommen.
Das im Labor erstellte Blutbild zeigt die Anteile des Blutes an Zellen auf: Dazu zählen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die Blutplättchen (Thromozyten) sowie die roten unreifen Blutkörperchen (Retikulozyten). Werden im Rahmen eines Blutbildes die jeweils prozentualen Anteile der einzelnen Zellen ermittelt, so bezeichnet man das Ergebnis als Differenzialblutbild. Zudem unterscheidet man bei den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) zusätzlich folgende Arten: Neutrophile, Eosinophile, Basophile (das sind alles Granulozyten), Mono- und Lymphozyten.
Bei einem im Labor erstellten Blutbild misst man neben den Anteil der oben angeführten Zellen zudem auch den Anteil der zellulären Bestandteile am Blutvolumen (Hämatokrit), den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), die chemische Varianten von Hämoglobin (Methämoglobin) sowie den Färbekoeffizienten und die Parameter MCHC, MCU und RDW.