Er tut nicht weh und wird deshalb oft verspätet erkannt. Die Rede ist von Bluthochdruck, medizinisch korrekt als Hypertonie bezeichnet. Dabei gehört er zu den häufigsten Erkrankungen in Industrienationen: Experten schätzen, dass 15 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Meist wird die Diagnose bei einer Routineuntersuchung gestellt. Wer den Blutdruck nicht regelmäßig messen lässt oder selbst über ein entsprechendes Messgerät verfügt, riskiert durch die unerkannte Erkrankung gesundheitliche Schäden. Bei etlichen Betroffenen treten zunächst Kopfschmerzen und Müdigkeit auf, die allerdings keine sichere Diagnose ermöglichen. „Nur professionelle Messungen geben sicher Auskunft über Bluthochdruck“, berichtet Dr. Achim Kaul, Apotheker und Inhaber der Internetapotheke VersandApo.de. Bei 120/80 mm/Hg sprechen Experten von einem normalen Blutdruck. Abhängig von der persönlichen Konstitution, von aufregenden Situationen oder sportlichen Aktivitäten, kann dies nur ein Richtwert sein, der im Einzelfall variiert. Vor allem wenn es in der Familie schon öfter Bluthochdruckerkrankungen gab, sollten Verwandte ihre Werte im Auge behalten. Bluthochdruck selbst ist zwar nicht eindeutig vererbbar, aber bei entsprechender Vorbelastung sollte man eher an eine Gefährdung denken.
90 Prozent von essentieller Hypertonie betroffen
Erhöhten Bluthochdruck sollten Betroffene nicht auf die leichte Schulter nehmen. Meistens treten die typischen Beschwerden erst nach einem längeren Erkrankungszeitraum auf. Dauerhaft erhöhte Werte hinterlassen jedoch deutliche Spuren. Vor allem Gefäßverkalkung gehört zu den gefährlichen Folgen. Anhaltender Bluthochdruck kann zu schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Es gibt zwar verschiedene Formen des Bluthochdrucks, aber bei 90 Prozent der Erkrankungen liegt essentielle Hypertonie zugrunde. Vor allem falsche Ernährung kann diese Erkrankungsform begünstigen. So sind vor allem Übergewichtige gefährdet, aber auch bei Rauchern steigt das Risiko: Nikotin verursacht die Verengung der Blutgefäße und erhöht unmittelbar den Druck in den Venen.
Entspannung in Tagesplan einbauen
Dauerhafte Belastungen wie Hektik im Alltag sowie Situationen, die die Betreffenden überfordern, können zu chronischem Stress führen, der sich auch in Form von Bluthochdruck äußert. Durch einen gesunden Lebensstil lässt sich das Risiko für diese Erkrankungen deutlich vermindern. Um den täglichen Anforderungen besser gewachsen zu sein, können beschwingende Freizeitaktivitäten sowie entsprechende Übungen, die sich in verschiedenen Kursen erlernen lassen, der Erkrankung entgegenwirken. Durch eine ausgewogene Ernährung mit wenig Salz und wenig Fett lässt es sich gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut vorbeugen. Öfter mal Rohkost und viel Obst sind ebenfalls sinnvoll.
Medikamente regelmäßig und nach genauer Anweisung nehmen
Liegt trotz einer gesunden Lebensweise erhöhter Bluthochdruck vor, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Dieser verordnet das geeignete Medikament abhängig von der Art der Hypertonie und unter Berücksichtigung der individuellen Krankheitsgeschichte und eventuellen Unverträglichkeiten des Patienten. Es muss regelmäßig eingenommen werden und die Dosis darf nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt erhöht oder reduziert werden. Zu Beginn der Einnahme oder bei einer Umstellung auf ein anderes Mittel treten oftmals körperliche Beschwerden wie Schwindel oder Übelkeit auf. Doch auch in diesem Fall sollten Betroffene vor einer Absetzung des Medikamentes zunächst mit dem Arzt oder Apotheker zu sprechen. Diese können die Situation abschätzen und gegebenenfalls die Dosierung anpassen. Umfassende Informationen zu den unterschiedlichen Mitteln erhalten Interessierte in Apotheke und Online-Apotheke.