Datum: 21.05.2012, 14:32:55 Uhr 
 
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Läusemittel ohne Nebenwirkungen gegen Kopfläuse

Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass es bei Kopflausbefall hoch wirksame, ungiftige Kopflausmittel gibt, die sogar besser als die bisher verwendeten, giftigen Insektizide wirken.

Kopfläuse finden sich besonders dort, wo viele Kinder auf engem Raum zusammen sind, z.B. im Kindergarten, im Sportverein oder in der Schule. Was sind die Gründe? Oftmals ist die Uninformiertheit der Betroffenen über Übertragungswege und Bekämpfung von Kopfläusen, Larven und Nissen schuld daran, dass sich die kleinen Blutsauger rasch verbreiten. Nicht alle Familienmitglieder, Freunde usw. bekommen gleich Läuse, weil das eigene Kind von Kopfläusen befallen wurde.

Das wird durch den Übertragungsweg erklärt: Läuse können weder springen noch fliegen, aber sie sind hervorragende Krabbler und übertragen sich ausschließlich durch den Haar zu-Haar Kontakt. Das ist der Grund, warum Kopfläuse häufig in Grundschulen und Kindergärten auftreten. Denn Kinder stecken oftmals ihre Köpfe zusammen – zum Beispiel beim Spielen. Sind die Kopfläuse erst einmal auf dem Kopf, siedeln sie sich meistens in den warmen und feuchten Bereichen des Haares, hinter den Ohren, im Nacken und an den Schläfen an.

Ernährung

Die Kopflaus ernährt sich vom menschlichen Blut. Ungefähr alle zwei bis drei Stunden stechen sie in die Kopfhaut und saugen Blut. Dort hinterlässt die Laus Speichel, um die vorzeitige Gerinnung des Blutes zu verhindern. Häufig wird durch den Speichel ein Juckreiz ausgelöst. Als Folge des Kratzens kann es somit zu Entzündungen kommen, die wiederum zu Hautausschlägen führen können. Ohne Nahrung überlebt die Laus maximal bis zu zwei Tage, was die Übertragung durch Gegenstände oder Kleidung wie Mützen oder Kuscheltiere relativ unwahrscheinlich macht.

Aussehen

Die weibliche Kopflaus ist bräunlich und etwa so groß wie ein Sesamkörnchen. Sie lebt etwa 30 Tage, während die Männchen nur ca. 15 Tage alt werden und legt in dieser Zeit ca. 150 bis 300 Eier (Nissen). Diese werden dicht an der Kopfhaut im Haar verklebt. Sie sind gleichmäßig oval geformt und so groß wie ein Sandkorn.
Nach ungefähr acht Tagen schlüpfen aus den Nissen die Larven, die sich dann im Laufe ihre Wachstums dreimal häuten und nach zehn bis zwölf Tagen geschlechtsreif sind.

Bekämpfung

Zur Bekämpfung sind verschiedenste Methoden bekannt. Zum einen die mechanische Entfernung mittels Nissenkamm (Läusekamm), die elektro-mechanische Behandlung mit elektrisch aufgeladenen Kämmen (sog. Bug Busting) und zum anderen die chemische Entfernung mit Läusemitteln.

Die Wirksamkeit dieser Neurotoxine wird jedoch immer fraglicher, da sich durch den massiven Einsatz der Insektizide weltweit resistente Stämme der Kopflaus entwickelt haben. Untersuchungen aus anderen Ländern, wie Großbritannien, USA, Israel und Dänemark zeigen, dass über 70% der Kopfläusestämme gegen dort häufig verwendete chemische Insektizide resistent geworden sind. Die steigenden Verkaufszahlen der Läusemittel könnten nun für eine Zunahme des Neubefalls sprechen, weisen aber eher auf eine Abnahme der Wirksamkeit herkömmlicher Mittel hin. Genaue Zahlen aus Deutschland liegen nicht vor.

Wirkweise

Durch zunehmende Resistenzen bei den herkömmlichen Läusemitteln sind Alternativen gefragt. Zum Beispiel Läusemittel mit physikalischem Wirkprinzip. Diese sind z.B. silikonhaltige Präparate, die auf Dimeticon und mittelkettigen Triglyceriden basieren. Das Läusemittel dringt tief in die Atemöffnungen der Läuse, Larven und Nissen ein und verklebt diese und sie ersticken.

Diese Wirkweise hat zwei enorme Vorteile: die Resistenzbildung der Läuse kann komplett ausgeschlossen werden und die behandelten Kinder werden nicht mehr den oft auftretenden Nebenwirkungen der chemischen Läusemittel, wie Hautirritationen, Übelkeit und Erbrechen, Allergien, Kopfschmerzen, Atembeschwerden ausgesetzt.

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09.07.2008 13:34:12 von doctordom
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