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Artikel » Gesundheit & Fitness Komplikation bei der Gürtelrose |
Die vom Windpocken-Virus ausgelöste Gürtelrose betrifft in den meisten Fällen Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. In den meisten Fällen ist der Verlauf der Krankheit aber, abgesehen von den Schmerzen, recht harmlos und nach etwa 14 tagen bis vier Wochen ausgestanden. Doch nicht immer verläuft die Gürtelrose komplikationslos. Im Vergleich zu anderen Erkrankungen sind Komplikationen bei der Gürtelrose sogar recht häufig. Die Zahlen schwanken zwischen 10 und 20 Prozent. Als Komplikation gilt beispielsweise eine Infektion des Hautausschlags durch Bakterien, die sogenannte Superinfektion, was eine Vernarbung der Haut begünstigt. Bei sehr starker Entzündung kann es auch zu einer Unterblutung der Bläschen kommen, zum so genannten Zoster haemorrhagicus. Der Befall kann auch über die typische Halbseitenform, dem „Gürtel hinausgehen. Solche ausgedehnten Gürtelrosen sind zum Beispiel der Zoster duplex, bei dem beide Körperhälften betroffen sind und der Zoster multiplex unilateralis, bei dem mehrere Segmente einer Körperhälfte betroffen sind. Eine lebensbedrohliche Komplikation stellt die generalisierte Gürtelrose dar, der Zoster generalisatus, der sich auf den ganzen Körper einschließlich der inneren Organe ausbreitet. Bei Befall des Trigeminusastes mit Beteiligung des Auges, dem Zoster ophthalmicus, kann es zu Vernarbungen auf der Hornhaut des Auges kommen. Ein Herpes zoster, der sich auf die Gesichtsnerven ausgebreitet hat, kann ein vorübergehende Hörminderung, eine vorübergehende Lähmung der Gesichtsmuskeln oder auch den Verlust des Geschmackssinnes bewirken. In seltenen Fällen kann er auch zu bleibenden Lähmungen führen. Komplikationen, die am zentralen Nervensystem, also an Gehirn und Rückenmark, mit Halbseiten- oder mit Querschnittsyndromen auftreten, verlaufen meist sogar tödlich. Hierzu gehören der Zoster-Meningitis (Hirnhautentzündung), der Zoster-Enzephalitis (Hirngewebsentzündung) und Zoster-Myelitis (Rückenmarksentzündung). Solche dramatischen Komplikationen betreffen meist nur sehr stark immungeschwächte Menschen. Eine der häufigsten Komplikationen ist die postherpetische Neuralgie (PHN), die auch als Postzoster Neuralgie (PZN) bezeichnet wird. Diese Komplikation wird durch einen dauerhaften Nervenschaden bewirkt und äußert sich entweder als dauerhafter brennender oder bohrender Schmerz, als immer wieder kehrende kurze, heftige Schmerzattacke oder als starker Berührungsschmerz. Im schlimmsten Fall kann dieser Schmerz sogar lebenslang fortbestehen. Für die Betroffenen ist er zum Teil unerträglich und kann den Einzelnen sogar bis in den Suizid treiben. Mit geeigneten Medikamenten, die frühzeitig eingesetzt werden lässt sich aber der Verlauf einer Gürtelrose lindern und Komplikationen vorbeugen.
| | | 09.06.2008 15:04:42 von |
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