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Mundtrockenheit-Was dahinter stecken kann...

Die Auslöser für einen reduzierten Speichelfluss sind äußerst vielfältig. Hauptsächlich tritt Mundtrockenheit entweder als Alterserscheinung, als Nebenwirkung von Medikamentierung oder bei einer Krebstherapie und der Dialysebehandlung oder als Symptom einer ganzen Reihe von weiteren Erkrankungen auf.

Mundtrockenheit ist häufig eine Alterserscheinung


Menschen in der zweiten Lebenshälfte und Pflegebedürftige leiden besonders häufig unter Mundtrockenheit. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen nimmt im Alter bei vielen Menschen das Durstgefühl ab und es wird weniger getrunken. Die Folge ist eine verringerte Speichelproduktion. Zudem nehmen viele ältere Menschen dauerhaft Medikamente ein, was ebenfalls häufig einen trockenen Mund zur Folge hat. Pflegebedürftige und insbesondere unter Demenz leidende Personen hingegen nehmen Mundtrockenheit auf Grund ihres Zustandes häufig gar nicht erst wahr. Hier sind Angehörige und das Pflegepersonal aufgefordert, darauf zu achten, dass Mund- und Rachenraum ausreichend befeuchtet sind.

Medikamentierung und Nebenwirkungen

Die Einnahme von Medikamenten ist eine der am meisten auftretenden Ursachen von Mundtrockenheit. Bei mehr als vierhundert Medikamenten, allein auf dem deutschen Markt, steht Mundtrockenheit als mögliche Nebenwirkung auf dem Beipackzettel. So tritt sie bei auf das Nervensystem wirkenden Arzneimitteln gegen Depressionen, Allergien, Bluthochdruck und Parkinson auf. Aber auch Stoffwechselmedikamente wie Antibiotika und Cholesterinsenker können zumindest den Speichelfluss vermindern. Da die Medikamentengabe in vielen Fällen langfristig vorgesehen ist, müssen die Patienten mit der unangenehmen Begleiterscheinung "trockener Mund" leben. Auch der Wechsel zu einem anderen Präparat verspricht nicht unbedingt eine Besserung.

Eine Belastung für die Speicheldrüsen: Tumortherapie

Dank des medizinischen Fortschritts sind viele Krebserkrankungen mittlerweile durch Chemotherapien und Bestrahlungen in den Griff zu bekommen und Tumore können effektiv bekämpft werden. Im Verhältnis zu lebensbedrohlichen Erkrankungen gesehen, sind die Nebenwirkungen der Krebstherapie, wie z.B. ein trockener Mund natürlich zweitrangig, aber für die Betroffenen sehr unangenehm. Gerade bei Bestrahlungen des Kopf-Hals-Bereiches kann es zu einer Schädigung der Speicheldrüsen kommen, so dass sie nicht mehr ausreichend Speichel produzieren. Diese Schädigungen meistens leider irreversibel, so dass die Mundtrockenheit auch nach erfolgreich abgeschlossener Therapie bestehen bleibt. Bei vielen Chemotherapien kann die Speichelproduktion ebenfalls zumindest vorübergehend vermindert werden.

Hinweis auf andere Erkrankungen

Mundtrockenheit kann auch ein Symptom einer bis dahin noch nicht entdeckten Erkrankung des Patienten sein, z.B. Rheuma, Stoffwechselkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Hormonstörungen, Stress und Depressionen. Daher sollte der behandelnde Arzt bei plötzlich auftretender Mundtrockenheit abklären, ob eine andere Grunderkrankung dahinter steckt. Ist das der Fall und die Erkrankung wird erfolgreich therapiert, verschwindet auch häufig die Mundtrockenheit wieder.

Was die Mundtrockenheit im Einzelfall auch verursacht, sie sollte in jedem Fall behandelt werden, denn für die Betroffenen ist sie äußerst unangenehm (z.B. Zungenbrennen, Schluckbeschwerden, Mundgeruch, Durstgefühl) und kann auch gesundheitliche
Probleme, wie Kariesbefall und Entzündungen im Rachenraum auslösen. Nicht selten führt Mundtrockenheit zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität und damit letztendlich auch zum sozialen Rückzug der Betroffenen. Die beste Alternative bei
einer Störung der Speichelproduktion sind Speichelersatzlösungen. Es sorgt durch eine besondere Schutz- und Pflegeformel für eine intensive und nachhaltige Befeuchtung der trockenen Mundschleimhaut und lindert so die Beschwerden schnell und dauerhaft.

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06.03.2008 12:04:26 von doctordom
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