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Hüftgelenksdysplasie des Hundes

Die Hüftgelenksdysplasie beim Hund – kurz HD – ist eine vorwiegend genetisch bedingte Fehlbildung des Hüftgelenks. Erstmals beobachtet beim Deutschen Schäferhund, sind inzwischen andere große Hunderassen weitaus häufiger betroffen. Begünstigt wird eine HD-Erkrankung oft durch fehlerhafte Ernährung und unangepasste Haltungsformen.

Bei HD im Anfangsstadium läuft der Hund ungern weite Strecken, setzt sich zwischendurch grundlos nieder, jault ab und an beim Herumtoben und zeigt zeitweise abweichende Bewegungsmuster. Bei zunehmendem Schmerz wird das Becken in Richtung des vorführenden Hinterlaufs seitwärts verschoben. Manchmal gibt das Hüftgelenk in der Bewegung leise Knirschgeräusche bis hin zum deutlich hörbarem Knacken von sich.

Zur Diagnose der Hüftgelenksdysplasie gibt es verschiedene Tests. Am bekanntesten ist wohl der Ortolani-Test, der ausschließlich von Tierärzten durchgeführt werden sollte. Die eindeutigst und sicherste Methode sind jedoch Röntgenbilder.

Der so genannte Norberg-Winkel definiert den optimalen Winkel zwischen der Oberschenkelkopfmitte und dem vorderen Pfannenrand bei einem gesunden Hund. Mit Hilfe des Norberg-Winkel unterscheidet man fünf Grade der Hüftgelenksdysplasie.

Schweregrad A: als HD-frei, Norberg-Winkel von 105 Grad oder mehr.

Schweregrad B: Verdacht auf HD, Norberg-Winkel von 105 Grad oder leicht darüber, Pfannendach/Schenkelkopf: leicht unregelmäßig.

Schweregrad C: leichte HD, Norberg-Winkel von 100 Grad oder weniger, Gelenkpfanne/Oberschenkelkopf: unregelmäßig, leichte Arthrose.

Schweregrad D: mittlere HD, Norberg-Winkel noch über 90 Grad, Gelenkpfanne/Oberschenkelkopf deutlich unregelmäßig, teils Verrenkungen, eindeutige Arthrose.

Schweregrad E: schwere HD, Norberg-Winkel kleiner als 90 Grad, auffällige Hüftgelenksveränderungen, Verrenkungen, Pfannenrand: deutlich abgeflacht deformiert, verschiedenste arthritische Beschwerden.

HD ist unheilbar, kann bei günstigem Krankheitsverlauf jedoch hinausgezögert werden. Schmerzstillende Medikamente können dem Hund das Leben erleichtern. Umsichtige Haltung und Pflege bescheren Mensch und Hund oft noch einige schöne Jahre. Es liegt in den Händen des Halters gelenkverschleißenden Bewegungsabläufen wie Herumspringen auf hartem Boden oder Treppensteigen zu vermeiden.

Seriösen Zuchtverbänden angeschlossene Züchter nehmen ausschließlich HD- freie Tiere in die Zucht. Dies bietet zwar keine 100%ige Absicherung, dämmt aber die genetische Ausbreitung der HD doch stark ein.




06.02.2008 19:19:49 von Xanti
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