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Dem Burnout gezielt vorbeugen

Das Burnout-Syndrom, auch als „Ausgebranntsein“ oder „chronische Erschöpfung“ bezeichnet, tritt in Deutschland immer häufiger auf. Immer weiter reichende wirtschaftliche Effizienz und immer qualifiziertere Arbeitskräfte gehören zweifellos zu den Faktoren, die den Leistungsdruck auf den Einzelnen erhöhen und diese Entwicklung verstärken. In der Anfangsphase dieser Krankheit werden oft Symptome wie extremes Engagement für die Ziele der Organisation und mangelnde Rücksicht auf eigene Bedürfnisse sichtbar. Die Betroffenen arbeiten immer mehr und nehmen erst viel zu spät wahr, dass sie sich dadurch selbst zerstören.

Doch man kann dem Burnout-Syndrom schon in dieser frühen Phase vorbeugen und sich durch einen für die Psyche gesunden Lebensstil vor den katastrophalen Folgen schützen. Freilich muss man sich zuerst aus dem mentalen Teufelskreis des „immer mehr – immer schneller – immer besser“ befreien. Man muss sich über seine eigentlichen Ziele bewusst werden. Gründliche Selbstreflexion kann dabei helfen, zu erkennen, dass beruflicher Erfolg und finanzieller Wohlstand kein Selbstzweck sind, sondern nur Mittel zum Zweck eines erfüllten Lebens. Wer aber von seiner Arbeit besessen ist, wer verlernt, in der Freizeit abzuschalten, oder wer seine Freizeit immer weiter dem Beruf opfert, der begibt sich in eine dunkle Sackgasse, an deren Ende keineswegs das erfüllte Leben steht sondern der psychische Ruin.

Genuss nicht immer auf morgen verschieben

Ein guter Weg zu einem für die Psyche gesunden Lebensstil ist das angemessene Berücksichtigen eigener Bedürfnisse und der Bedürfnisse des privaten Umfelds (Familie, Lebenspartner). Die Logik des extremen Arbeitens und des gleichzeitigen Verschiebens von Genuss und Freizeit auf später (dahinter steht oft der falsche Glaube, dass der Genuss je später desto intensiver sein wird) muss durchbrochen werden. Sie führt auf einen Irrweg, von dem letztendlich niemand profitiert, außer vielleicht die Firma, der man sein erfülltes Leben opfert.

Freizeit und Genuss sind keine Güter, die man „ansparen“ kann. Im Gegenteil, es wird nach Jahren der Enthaltung sogar immer schwieriger, abzuschalten und wirklich zu genießen. Wir alle kennen die Geschichte des Menschen, der sein ganzes Leben arbeitend verbracht hat und immer sagt: „Wenn ich erst einmal in Rente bin…“. Und wenn man dann endlich in der ersehnten Rente ist, fühlt man sich leer und ausgebrannt: unfähig, das Leben in seiner eigentlichen Schönheit zu genießen, da man sein Glück immer an oberflächlichen Faktoren wie Wohlstand und beruflichem Erfolg gemessen hat. Wer die Anzeichen einer Überlastung wahrnimmt, ist gut beraten, aktiv zu werden – und auch dies nicht auf morgen zu verschieben!

Übersetzung Deutsch – Französisch
Nederlands – Duits
Tontechnik Wien
Minnesänger

12.01.2008 16:18:58 von davidschmidhofer
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