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Artikel » Geldanlage & Rendite Erst informieren, dann investieren - Vermögensaufbau und Altersvorsorge. |
Im Zuge der Finanzkrise fragen sich immer mehr Menschen, ob es sich überhaupt noch lohnt in Finanzprodukte zu investieren. Besonders der Kreis der Personen, die von Investment und Anlagestrategien wenig bis gar keine Ahnung haben, verlassen sich oft auf sogenannte „Finanzberater“. Viele der heutigen Finanzberater sind nichts anderes als Vertreter, die Ihnen fertige Finanzprodukte verkaufen möchten. Das ist an sich nicht wirklich problematisch, den natürlich gibt es viele gute Investment- oder Sparprodukte für Kleinanleger. Doch woher soll man den bitte wissen, welche der vielen Anlagemöglichkeiten für einen selbst geeignet sind. Viele Finanzberater sind in erster Linie auf das Verkaufen weniger Produkte geschult, oft auch nur auf die Produkte, die am meisten Provision generieren. Dementsprechend wird mehr Zeit für das „Wie verkaufe ich“ investiert, als in das „Was verkaufe ich“. Jedes Investment sollte daher gründlich überlegt sein. Lassen Sie sich nicht von hohen Renditen blenden, den umso höher die Renditen, desto höher das Risiko. Vor allem wer langfristig investieren möchte, z.B. zur Altersvorsorge, sollte eher auf Kontinuität setzen. Vor einem Beratungsgespräch sollte man sich schon im Vorfeld über mögliche Anlagestrategien und Produktvarianten informieren. Nur wer vorbereitet in ein Beratungsgespräch geht, kann wichtige und explizite Fragen stellen. Wer sich nicht im Vorfeld informiert hat, wird von der Flut an Informationen des Finanzberaters erschlagen und achtet nicht auf die entscheidenden Details. Dann sind plötzlich die Renditen interessanter, weil z.B. höher als auf dem Girokonto, statt Fragen nach versteckten Risiken und Kosten. Erhebliche Kosten entstehen durch die Provisionen, auch Vermittlungskosten genannt. Diese werden in der Finanzwelt nicht etwa vom Finanzproduktanbieter gezahlt, sondern vom Käufer. Bei Versicherungen liegen diese Kosten bei ca. 1-3% der Einlagen über die Gesamte Laufzeit. Das hört sich noch nicht viel an, jedoch wird diese Summe, in der Regel, in den ersten 1-3 Jahren abgezahlt. Das heißt, den eigentlichen Vermögensaufbau betreibt man erst nach diesem Zeitraum. Vorher hat man seinen „Vertreter“ abbezahlt. Hier empfiehlt es sich, nach jedem Beratungsgespräch nach den Kosten zu fragen und dies auch schriftlich festzuhalten. Auch viele unabhängige Berater, neigen teilweise dazu, eher die Finanzprodukte zu verkaufen oder zu empfehlen, die am meisten Provisionen versprechen. Auch hier sollte man jeweils nach den Kosten fragen und wie diese abbezahlt werden.
| | | 29.01.2009 15:04:47 von |
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