Datum: 09.02.2012, 02:02:26 Uhr 
 
 Aktuelle Kategorie:
  Geldanlage & Rendite (27)
  Kategorieübersicht
Google
Web zaya.de
Artikel » Geldanlage & Rendite

In geschlossene Fonds investieren

Fonds lassen sich grundsätzlich in geschlossene und offene Varianten unterscheiden. Der wohl wichtigste Unterschied ist die Begrenzung von geschlossenen Fonds hinsichtlich der Anzahl an Investoren und des Fondsvolumens. Während bei offenen Fonds Anteile in beliebiger Höhe ausgegeben werden können, das Fondsvolumen und damit auch die Anzahl möglicher Investoren unbegrenzt ist, wird ein geschlossener Fonds bei Erreichen der Zeichnungsgrenze eben geschlossen. Darüber hinaus können Anteile an einem geschlossenen Fonds nur während der Zeichnungsphase erworben werden. Ein späterer Erwerb so genannter gebrauchter Fondsanteile ist dann nur über den Zweitmarkt möglich. Allerdings befinden sich die Angebote für diesen Zweitmarkt in Deutschland noch relativ weit am Anfang ihrer Möglichkeiten, bieten jedoch Anlegern bereits heute die Möglichkeit, geschlossene Fonds auch vor deren Ablauf zu fairen Konditionen zu handeln. Die Hauptmotivation eines Investments in geschlossene Fonds bestand für die meisten Anleger bisher in der steuermindernden Nutzung der entstehenden Anfangsverluste. Damit konnte das insgesamt zu versteuernde Einkommen reduziert werden, was die eigentliche Rendite von geschlossenen Fonds für den Anleger oft nebensächlich machte. Durch eine Reihe gesetzlicher Änderungen können seit November 2005 Verluste aus geschlossenen Beteiligungen nicht mehr mit anderen Einkommensarten verrechnet werden, wenn diese mehr als 10 Prozent des eingesetzten Kapitals betragen. Seitdem rücken - so auch bei den bis dahin als Steuersparmodell favorisierten Schiffsfonds - die Renditeaspekte geschlossener Fonds wieder in den Vordergrund. Darüber hinaus lassen sich aber auch durch Ausnutzung hoher Freibeträge und niedriger Steuersätze bei Auslandsfonds attraktive Renditen erzielen. In erster Linie sollten geschlossene Fonds vom Anleger allerdings zur Diversifikation seines Portfolios im Rahmen der eigenen Geldanlage eingesetzt werden. Da sie sich teilweise völlig unabhängig von anderen Anlageformen entwickeln, verringern sie die Abhängigkeit des Portfolios von der Verfassung der Weltbörsen und reduzieren außerdem die Schwankungen innerhalb des Depots. Ihr Einsatz sollte allerdings erst dann erfolgen, wenn die Basis des eigenen Depots bereits ausreichend mit Investments wie Anleihen, Aktienfonds und dergleichen bestückt ist. Experten empfehlen eine Beimischung geschlossener Fonds in Höhe von fünf bis zehn Prozent des Depotvolumens. Wer derart in geschlossene Fonds investiert, sollte sich an deren Chancen langfristig erfreuen und etwaige Risiken in Grenzen halten können.

26.07.2008 14:20:49 von Fargo
Fügen Sie diesen Artikel Ihren Social Bookmarks hinzu:


Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Website:

Informationen über den Autor dieses Artikels:
Auf diesem Artikelverzeichnis werden bis auf weiteres keine neuen Artikel aufgenommen!
Richtlinien lesen

Autoren-Topliste



  TOP

Impressum |