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Artikel » Finanzen Risikoabhängige Bepreisung der Baufinanzierungskonditionen |
Im Gegensatz zu den Ratenkrediten bzw. Konsumentendarlehen sind die Konditionen für eine Baufinanzierung nicht bonitätsabhängig. Mit der Bonität eines Kunden ist eine gewisse Ausfallwahrscheinlichkeit verbunden, die auf Basis der mathematischen Modelle intern von jeder Bank ermittelt wird. Je höher die Ausfallwahrscheinlichkeit, desto höher ist das Risiko für die Bank. Die Bank lässt sich im Regelfall dieses Risiko durch die so genannte Risikoprämie bezahlen. Diese wird in die Kondition für ein Darlehen einkalkuliert. Der Kunde kennt ihre Höhe nicht - er erfährt nur die endgültige Kondition. Aus diesem Grund sind die Spannen bei den Konditionen für Ratenkredite so hoch. Es ist möglich, dass ein Kunde mit guter Bonität einen Zinssatz von 4,5% bekommt, und der Kunde mit weniger guter Bonität ca. 10% an Zinsen bezahlen muss. Anders ist die Situation bei den Baufinanzierung Konditionen. Hier spielen die Risikoprämien keine Rolle. Die Konditionen für Baufinanzierungen richten sich aufgrund des starken Konkurrenzkampfes hauptsächlich nach den Konditionen der Mitbewerber. Da Baufinanzierungen für Banken ein lukratives Geschäft darstellen, können sie es sich nicht leisten „sich aus dem Markt zu kalkulieren“. Deswegen erhalten die Kunden mit unterschiedlichen Bonitäten fast identische Baufinanzierungskonditionen. Geringe Zinsnachlässe sind im Rahmen der einzelnen Beraterkompetenzen möglich. Diese werden dann bei guten Bonitäten oder Baufinanzierungen mit größerem Volumen seitens der Bank vorgenommen. Die Baufinanzierung Konditionen hängen bei jeder Bank vom Verhältnis des Fremdfinanzierungsbedarfes zum Beleihungswert der Immobilie ab. Liegt die Höhe vom gewünschten Darlehen innerhalb von 60% des Beleihungswertes kann ein Kreditnehmer mit besten Konditionen rechnen. Wird diese Grenze nach oben überschritten, werden seitens der Bank Zinsaufschläge vorgenommen.
| | | 21.07.2010 12:25:04 von |
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