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Sicherheit bei der Geldanlage

Die Frage nach der Sicherheit des eigenen Geldes stellen sich dieser Tage immer mehr besorgte Anleger und Sparer. Dabei geht es nicht mehr nur um Zertifikate pleite gegangener Investmentbanken, sondern um die Guthaben auf Girokonten, Sparbüchern und anderen Sparformen.

Diese Guthaben sind zwar über ein zweistufiges Netz abgesichert, jedoch haben immer mehr Anleger ob der aktuellen Verwerfungen auf dem Finanzmarkt Zweifel, dass dieses Netz im Ernstfall hält, also das eigene Geld wirklich zu einhundert Prozent sicher ist.

Hintergrund ist die Finanzkrise und mit ihr die Liquiditätsprobleme bei immer mehr Banken, welche zum Großteil darauf beruhen, dass sich die Kreditinstitute untereinander kaum mehr Geld leihen, dieses Geld aber zum regulären Geschäftsbetrieb benötigen. Und so kommt es, dass der Staat einspringen und mit Milliardenbeträgen bürgen muss, was letzten Endes den Steuerzahler Geld kosten wird.

Doch zurück zu den Spareinlagen. Die Frage „Wie sicher ist mein Geld?“ kann für alle Sicht-, Spar- und Termineinlagen deutscher Bundesbürger auf Konten inländischer Banken mit „sehr sicher“ beantwortet werden, denn seit letztem Sonntag gibt es für derartige Einlagen zusätzlich zu den bestehenden Sicherungssystemen ein Garantieversprechen der Bundesregierung.

Somit würde man etwa mit Tagesgeld Sicherheit und attraktive Zinsen kombinieren, wie man etwa einem aktuellen Zinsvergleich von Tagesgeldkonten entnehmen kann.

Zwar kann man sich mit gutem Recht fragen, woher der Staat im Ernstfall knapp 1.500 Milliarden Euro hernehmen will, denn in dieser Größenordnung bewegt sich das auf den vorgenannten Sparformen angelegte Geldvermögen der Deutschen. Aber dem Staat stehen zu diesem Zweck ja vielfältige Mittel von Steuern über Zwangsabgaben bis zur Schuldenaufnahme zur Verfügung.

Auf jeden Fall sollten Anleger, die ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto angelegt haben, keine Angst haben, denn auf keinen Fall ist es zu Hause sicherer aufgehoben (man denke nur an die Inflation)
Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Sparformen, wie Sparbücher und -briefe oder Festgelder.


08.10.2008 10:05:45 von Fargo
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