Datum: 31.07.2010, 07:19:38 Uhr 
 
 Aktuelle Kategorie:
  Finanzen (77)
  Kategorieübersicht
Google
Web zaya.de
Artikel » Finanzen

Das KFW-StartGeld für junge Unternehmen und Gründer

Ein Darlehen für eine Existenzgründung kann unter Umständen schwierig werden. Diese Erfahrung macht so mancher Gründer und so manches junge Unternehmen. Wo kaum oder gar keine Zeit geblieben ist, um einen entsprechenden Ruf aufzubauen und ausreichend Kunden zu gewinnen und wo kaum Daten über die Vergangenheit zur Verfügung stehen, die auf die Zukunft schließen lassen, tut sich so manche Geschäftsbank äußerst schwer. Das gilt insbesondere dann, wenn kaum oder gar kein Eigenkapital vorhanden ist und die Gründer oder junge Unternehmen auch keine Sicherheiten wie Häuser, Grundstücke, Maschinen oder ähnliches zur Verfügung stellen können.

Da es jedoch ein erklärtes politisches Ziel ist, den Aufbau von Unternehmen in Deutschland zu unterstützen, wurden von Seiten Staat einige Förderinstrumtente geschaffen, mit denen sich dieses Problem lösen lässt. So bietet die KFW-Mittelstandsbank beispielsweise das bekannte StartGeld. Es handelt sich dabei um ein gefördertes Darlehen, bei dem Sicherheiten und Eigenkapital keine Rolle spielen. Viel mehr ist die Bewilligung des Förderkredits StartGeld vom Gründungsvorhaben und dessen Aussichten und vom Vorhandensein des richtigen Gründers abhängig. Weniger bekannt sind weitere Programme, die meist den landeseigenen Banken wie beispielsweise der Investitionsbank Berlin mit dem Programm BerlinStart und anderen zuzuordnen sind.

Die Konditionen für die geförderten Darlehen der KFW-Mittelstandsbank oder landeseigener Institute weichen oft nur in Details voneinander ab; in einigen Fällen zeigt sich jedoch, dass ein Darlehen einer landeseigenen Bank vorteilhafter ist, als das StartGeld der KFW-Mittelstandsbank. So ist das KFW-StartGeld beispielsweise auf einen Darlehensbetrag von EUR 50.000 pro Gründer beschränkt, während beim Programm BerlinStart der Investitionsbank Berlin ein Darlehen bis zu 100.000 EUR möglich ist. Eines sollten Gründer jedoch bedenken: Ein Kleinstdarlehen unter 10.000 EUR ist zwar theoretisch beim StartGeld oder bei BerlinStart und bei anderen Förderungen möglich; wird jedoch in der Realität so gut wie nie vergeben. Zu groß ist der Aufwand für die Bearbeitung und Abwicklung im Verhältnis zum Darlehensbetrag.

Gründer sollten sich vom Begriff der Förderdarlehen nicht aufs Glatteis führen lassen. Eine Bezuschussung stellt ein solches Förderdarlehen nämlich nicht dar. Vielmehr machen die vorhandenen Förderdarlehen den Zugang zu einem Darlehen in der Startphase des Unternehmens (meist bis zu drei Jahren nach Existenzgründung) möglich und bieten etwas vorteilhaftere Konditionen, als die Darlehen der Geschäftsbanken. Die gesamte Abwicklung der geförderten Darlehen wie die Beantragung, Berechnung der Laufzeit, Auszahlung und anderes wird allerdings trotzdem von Geschäftsbanken übernommen. Darlehensnehmer schließen den Vertrag also mit einer Bank wie der Deutschen Bank, der Sparkasse, der Commerzbank, der Volksbank oder mit einer anderen Bank ab. Die KFW-Mittelstandsbank sichert dann beim StartGeld der Geschäftsbank dann zu, für 80% des Darlehensbetrages eine Sicherung zu übernehmen. Damit wird der Zugang zu größeren Darlehen auch für Gründer möglich und stärkt damit das Entstehen und Wachsen junger Unternehmen.

Autor/in: Andrea Delp
Kontakt: info(at)amaveo.de

30.09.2008 09:30:47 von amaveo
Fügen Sie diesen Artikel Ihren Social Bookmarks hinzu:


Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Website:

Informationen über den Autor dieses Artikels:
Cookies müssen im
Browser erlaubt sein!

Passwort?
Registrieren!
Richtlinien lesen

Autoren-Topliste



  TOP

Impressum | Artikelverzeichnis AWX