DSL ist zurzeit der gängigste Standard für die Übertragung von großen Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit. Es werden Übertragungsraten von bis zu 210 Megabits pro Sekunde erreicht, im Vergleich dazu erreichen die Datenübertragungen per ISDN eine Geschwindigkeit von nur 128 Kilobit pro Sekunde.In Deutschland gibt es zurzeit 37 Millionen Telefonanschlüsse, davon verfügen mehr als die Hälfte, also rund 19 Millionen, über einen DSL-Anschluss. Die Marktanteile sind so verteilt, dass die Deutsche Telekom mit etwas mehr als 44% Marktführer ist. An zweiter Stelle folgt United Internet mit knapp 14% Marktanteil, United Internet verbirgt sich hinter den Firmen 1&1 und GMX. Auf der dritten Position befindet sich Arcor/Vodafone mit 13%, gefolgt von HanseNet, die mit ihrem Alice Produkt auf 12% Marktanteil kommen. Auf Platz fünf findet sich schließlich die Freenet AG mit einem Marktanteil von 7% wieder. Die restlichen 10% teilen sich die Firma Versatel und regionale Anbieter.
Eine weitere Entwicklung auf dem DSL Sektor ist IPTV, das steht für Internet Protocol Television. Bei diesem Verfahren werden die Daten, anders als bei DSL, über ein digitales Kabelnetz übertragen. Man kann sicher sein, dass dieses noch nicht das Ende der Weiterentwicklungen auf dem Sektor der Breitbandtechnologie ist. Es bleibt also spannend. Allerdings ist der Anteil dieser relativ neuen Technologie mit einer Million Kunden noch recht klein, wird aber durch aggressives Marketing und sehr günstige Flat Tarife in den nächsten Jahren stark wachsen. Marktführer bei den DSL Anbietern sind hier Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW, die sich zurzeit diesen Wachstumsmarkt zu je einem Drittel teilen.
Auf Europäischer Ebene ist Deutschland knapp vor Frankreich der wichtigste Markt für die Breitbandtechnologie. Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl der DSL Anschlüsse in Deutschland die 20 Millionenmarke bald überschreiten wird. Im weltweiten Vergleich belegt Deutschland hinter China und den USA den dritten Platz, gefolgt von Frankreich, Japan und Groß Britannien.