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DSL Speedtests im Internet

Im heutigen Informationszeitalter gilt für Internetverbindungen immer mehr der Slogan "Schneller, schneller, schneller". Waren vor 10 Jahren eine mit einem Analogmodem erreichte Geschwindigkeit von 56Kbit/s noch ausreichend, sind seit dem Aufkommen von Youtube & Co. Internetverbindungen unter 2Mbit/s gesellschaftlich verpönt.

Dies machen sich die Provider zunutze, und werben mit immer gigantischeren Verbindungsgeschwindigkeiten. DSL 16000, ADSL2+ 25000, SDSL, Standleitung...je besser es klingt, desto eher springt der Kunde darauf an. Doch bei solchen Angeboten, gerade in Verbindung mit Geschwindigkeitsangaben ist mit Vorsicht zu handeln. Die angegebenen Geschwindigkeiten sind lediglich Maximalgeschwindigkeiten, die die ideale Leitung zu bieten hat. Je nach Entfernung zum Vertailungszentrum, und je nach Leitungstyp (Kupfer, Glasfaser, Mehrfamilienhaus, etc.) können erhebliche Geschwindigkeitseinbußen entstehen.

Um solche Geschwindigkeitseinbußen aufzudecken, und um ggf. beim Provider einen günstigeren, langsameren Tarif buchen zu können, gibt es Webseiten, die dem Verbraucher einen DSL Speed Test anbieten. Sucht man beispielsweise nach "DSL Speedtest" spuckt Google dutzende Seiten zu diesem Thema aus. Doch das Prinzip ist immer gleich.

Beim Starten des Speedtest beginnt der Browser ein vorher genau festgelegtes Datenpaket vom Server herunterzuladen, und danach wieder hochzuladen. Über das TCP/IP-Protokoll kann der Server dann ermitteln, wann das Datenpaket komplett beim Client angekommen ist, und wann es vom Client komplett hochgeladen wurde. Dadrauf, und auf dem Zeitpunkt der Anforderung des Paketes, sowie auf einem ungefähren Wert der Leitungslänge, kann der Server nun errechnen, mit welcher Geschwindigkeit sich das Paket zwischen den beiden Rechnern bewegt hat.

Diesen Wert bekommt der Benutzer nach dem Speed Test angezeigt, und kann ihn mit anderen Werten des Providers (sofern sie ihm vorliegen) vergleichen. Er kann aber auch entscheiden, ob die DSL Geschwindigkeit noch seinem Tarif entspricht, oder ob es nicht günstiger für ihn wäre, auf einen langsameren und billigeren DSL Tarif umzusteigen, der der Leitungskapazität eher entspricht. Sollte der Provider die gewünschte Geschwindigkeit nicht liefern können, ist dies sogar ein außerordentlicher Kündigungsgrund, trotz Mindestvertragslaufzeit, da die meisten Provider den reellen Geschwindigkeitswert auch erst nach der Aufschaltung des Kunden bestimmen können.

21.04.2008 11:29:32 von Enrico
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