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Hunde halten aus Lebensfreude

Der Umgang mit Tieren gehört zu den erfreulichen Beschäftigungen des Menschen. Es muss wohl so etwas geben wie eine natürliche Hingezogenheit der Menschen zu Tieren, denn sonst könnte man es kaum erklären, warum so viele Hunde gehalten werden, obwohl es gar keinen Einsatzbereich gibt, für den diese Hunde zweckmäßigerweise da sein müssten.

Wer seinen Hund nur aus Freude am Tier hält, läuft allerdings Gefahr, diesem Tier nicht gerecht zu werden. Das kann dann passieren, wenn zu viel eigene Empfindungen in die Hunde hineininterpretiert werden. Das ist eine Binsenweisheit unter denen, die sich erfolgreich mit Tieren befassen, dass derjenige, der sein Tier verstehen will, auf eine gewisse Weise selbst zum Tier werden muss.

Das heißt für den Hundehalter, man muss das Wesen und die Gewohnheiten seiner Hunde in sich aufnehmen und sein eigenes Tun daran ausrichten. Daraus ergibt sich von selbst, dass Hunde keine Fehler machen sondern infolge der Fehler derjenigen, die mit ihnen umgehen, eben anders reagieren als man es sich vorgestellt hatte. Man muss sich selbst beobachten und darüber nachdenken, was man hätte anders machen können.

Dies ist eines der "Geheimnisse" derjenigen, die in der Hundeerziehung erfolgreich sind. Der Gang zur Hundeschule ist von vornherein sinnlos, wenn jemand glaubt, dort gehe es darum, dass ausschließlich der Hund etwas lernt. Ganz im Gegenteil: es geht in erster Linie darum, dass der Hundebesitzer lernt, sich seinem Hund gegenüber richtig zu verhalten. Ungeduld und Zorn sind zwei Stimmungslagen, die den Erfolg jeglicher Tiererziehung von vornherein unmöglich machen. Es muss also hauptsächlich gelernt werden, die eigenen Maßnahmen und Reaktionen sachlich unter die Lupe zu nehmen.

Erst wer diese Grundsätze verinnerlicht hat und sie auch leben kann, wird das maximale Maß an Lebensfreude für sich und seine Hunde für den Alltag erreichen können. Das ist viel verlangt und zugleich auch eine Erleichterung. Denn so liegt der grundsätzliche Weg klar vor Augen während alle sinnlosen und leider auch heute noch manchmal praktizierten Gewaltanwendungen nicht mehr vorkommen. Schon das allein bewirkt einen wesentlich entspannteren Umgang mit den Hunden, der für alle Beteiligten schon eine gute Grundlage darstellt.


17.10.2008 11:45:49 von brave-hunde
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