Die DIN 18 800 ist eine Herstellerqualifikation zum Schweißen, die es in verschiedenen Klassen gibt und je nach Qualifikation und Ausstattung des Metallverarbeitungsbetriebs vergeben werden. Erste Voraussetzung ist, dass Facharbeiter – mindestens zwei Schweißer – beschäftigt werden, die die Schweißerprüfung nach DIN EN 287 erfolgreich abgelegt haben und damit in der Lage sind normgerechte Schweißteile, wie Druckbehälter und Stahlbehälter herzustellen. Teilweise werden auch spezielle Schweißingenieure oder Schweißtechniker gefordert.Vom Betrieb wird in erster Linie ein entsprechender Maschinenpark gefordert, mit dem Schweißteile jederzeit reproduzierbar und normgerecht hergestellt werden kann und dessen Zustand gut und technisch einwandfrei ist.
Zur Einhaltung der DIN 18800 muss außerdem eine korrekte Lagerung von Hilfsstoffen nachgewiesen werden und zum Teil wird die Verwendung von Schweißzusätzen der Deutschen Bahn AG gefordert.
Außerdem müssen im Betrieb die wichtigsten Normen in gedruckter Form vorliegen, hierzu empfiehlt sich das DIN Handbuch 191.
Welche Klasse grundsätzlich notwendig ist zur Herstellung von bestimmten Metallbauten, richtet sich unter anderem nach dem Verwendungszweck und welcher Belastung diese Bauten später ausgesetzt sind. Dies ergibt sich durch Traglast, Höhe, Druck, etc.
Dies alles sind auch wichtige Voraussetzungen zur Herstellung von Behältern im Behälterbau und Apparatebau. Hier empfiehlt sich auf alle Fälle ein Hersteller für Behälter zu wählen, der nach DIN 18800, Teil 7 qualifiziert wurde. Im Behälterbau werden Druckbehälter oder Rührwerksbehälter für diverse Branchen hergestellt, wie Pharma, Chemie, Lack, Lebensmittel und vieles mehr. Die Behälter werden verwendet um Materialien zu vermischen, aber auch um zu kühlen oder zu erhitzen oder mit Druck oder einem Vakuum zu arbeiten. Da kann man sich vorstellen, dass man für solche Belastungen meist über viele Jahre eine zuverlässige Behälterherstellung benötigt.