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Ostern, Geburtstage und die Zeitrechnung

Es gibt Menschen, die können zwar jedes Jahr Ostern, Weihnachten und Pfingsten feiern, aber nicht ihren Geburtstag, denn ihr Geburtstag fällt auf den 29. Februar.
Der 29. Februar ist der Tag, den es nur alle vier Jahre einmal gibt – in den so genannten Schaltjahren.
Die Schaltjahre gibt es schon so lange wie es unsere Zeitrechnung gibt – sie wurden zusammen mit den Monatsnamen und der Dauer der Monate von Julius Cäsar in den Kalender gebracht, der für uns auch heute in dieser Form noch gilt.
Julius Cäsar wiederum hatte das Wissen von der Länge des Jahres und besonders um das Wissen des Vierteltages, den das Jahr länger ist als die bekannten 365 Tage von den alten Ägyptern übernommen.
Seine legendäre Reise nach Ägypten war also nicht nur eine Reise des Herzens, welches er ja bekanntlich an Kleopatra verlor, wie jeder aus den Cartoons mit Asterix und Obelix weiß, sondern auch eine Reise des Wissens, denn die Pharaonen hatten eine für damalige Zeiten weit entwickelt Wissenschaft.
Was man in den Cartoons von den furchtlosen Galliern von Julius Cäsar nicht zu lesen bekam, war die Tatsache, dass er unserer Kultur durch die Einführung seines Kalenders ein großes Geschenk machen konnte.
Julius Cäsar führte damals den Kalender mit all den Monatsnamen ein, die wir heute immer noch nutzen und bestimmte, dass die Monate, mit Ausnahme des Februars, abwechselnd 30 oder 31 Tage sein sollten.
Der Februar ist mit 28 Tagen der kürzeste Monat und wird jedes vierte Jahr um einen Tag verlängert wird. Auch diese Regelung hatte schon Julius Cäsar bestimmt. Zu seiner Zeit war der Februar 24 Tage kurz und wurde alle drei Jahre um zwei Tage verlängert.
Wichtig ist die Verlängerung des Jahres um diesen Vierteltag nicht, weil man das Datum für Ostern fest zu bestimmen hätte, denn Ostern fällt sowieso jedes Jahr auf ein anderes Datum, da sich das Osterfest am Mondkalender orientiert, sondern weil es einen Tag geben muss, der immer zur gleichen Zeit im Jahr stattfindet.
Der wichtigste Tag, der immer auf das gleiche Datum fallen muss, ist die Tag – und Nachtgleiche, denn an diesem Punkt muss sich zu orientieren sein, damit das Jahr sich nicht immer weiter in eine Richtung schiebt, die irgendwann den Sommer zum Winter machen würde. Dieses Problem gibt es Dank des Schaltjahres nicht.
Mit dem Schaltjahr und dem zusätzlichen 29. Februar gibt es eigentlich nur ein Problem: Das Problem derjenigen, die am eben diesem Tage Geburtstag haben.
Aber auch diese Menschen haben Ihre Lösung gefunden. Sind sie an einem Morgen des 29. geboren, dann feiern sie ihren Geburtstag am 28. Februar – fiel ihre Geburtsstunde auf den Nachmittag, dann feiern sie am 1. März ihren Geburtstag.


02.03.2008 23:15:31 von Sam
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