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Artikel » Bildung & Wissen Türkische Familien in Deutschland |
In den 1960er Jahren kamen sehr viele Türken in die Bundesrepublik Deutschland, um dort zu leben und zu arbeiten. Grundlage war ein Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland aus dem Jahr 1961. 1973 war der Bedarf an ausländischen Arbeitskräften in der Bundesrepublik nicht mehr so groß, so dass es hier einen Anwerbestopp gab. In den Folgejahren wuchsen die türkischen Gemeinden in Deutschland aber weiterhin stark an – wegen der Möglichkeit des Familienzuzugs. Zuvor überwiesen die Türken, die in Deutschland arbeiteten, einen Teil des verdienten Geldes an die in der Türkei lebende Familie. Es ist dabei jedoch so, dass insbesondere ältere Türken davon träumen wieder in die Heimat – die Türkei zurückzukehren. Insbesondere handelt es sich dabei um die Generation, die faktisch als Arbeitsemigranten einst in den 1960er Jahren gekommen sind. Die jüngeren Generationen indes zeigen Willen in Deutschland zu bleiben. Im Laufe der Jahre ist der Begriff Deutsch-Türken entstanden. Gemeint ist damit die Generation, bzw. die Generationen, die in Deutschland geboren wurden. Der so genannte Geld-Treck betrug im Jahr 2003 nach Schätzung der Weltbank rund 93 Milliarden Dollar. 2005 lag diese geschätzte Zahl bereits bei 167 Milliarden Dollar. Statistiken zu Folge rangiert Deutschland dabei im Jahr 2005 mit über 14 Milliarden Dollar an Rücküberweisungen auf Platz 2, hinter den USA. Es ist dabei so, dass nur die offiziellen Zahlen erfasst wurden. Viele Geldbeträge gelangen dabei auch in bar zurück in die Türkei, beispielsweise durch Mitnahme von Bekannte, oder Freunden, wenn diese Verwandte in der Türkei besuchen. Das Haupt-Rücküberweisungszielland aus deutscher Sicht gesehen war die Türkei mit 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2005.
| | | 17.02.2008 02:32:57 von |
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