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Ökologische Möbel - worauf man achten sollte

Der Trend geht zu Möbeln aus ökologischer Produktion, die möglichst schadstoffarm verarbeitet wurden und aus Naturmaterialien bestehen. Diese Möbel sind heutzutage nicht mehr nur die gesunde Alternative für Allergiker, Kinder und Asthmatiker, sondern spiegeln eine neue bewusste, nachhaltige Lebenseinstellung wieder, die sich zusehends in der Gesellschaft durchsetzt.

Welche Kriterien gibt es für Öko-Möbel

Öko-Möbel sind aus nachwachsenden Rohstoffen, die möglichst frei von Schadstoffen oder zumindest schadstoffarm hergestellt sind. Bekannte Naturmaterialien sind Holz, Bambus, Baum- und Schurwolle. Textilien, die in Matratzen oder Sofas verarbeitet werden, sollten aus Naturstoffen wie Kokos, Rosshaar oder Latex bestehen, die aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen.
Wichtig ist beim Kauf darauf zu achten wo Möbel produziert wurden. Bei Billigprodukten aus Entwicklungsländern können auch Naturprodukte wie Bambus mit Chemikalien belastet sein, da dort bisher wenig Bewusstsein für nachhaltiges und gesundheitsbewusstes Wirtschaften herrscht.
Viele Verbraucher gehen davon aus, dass Lacke besonders schädlich sind, wie sie für das Versiegeln und Härten vieler Regale, Stühle oder Schränke verwendet werden. Aber was die Verarbeitung solcher Lacke betrifft, hat der Gesetzgeber bereits strenge Richtlinien verabschiedet. Kritisch betrachten sollte der Verbraucher hingegen Naturlacke und Lasuren, diese weisen oftmals hohe Chemikalienbelastungen auf.

Ein Dschungel aus Gütesiegeln für Möbel

Das Geschäft rund um ökologische, nachhaltige Möbel und das gesunde Wohnen boomt, aber nicht jedes Möbel-Stück, das als Öko beworben wird ist es dann tatsächlich auch. Wie bei allen so genannten Bio- oder Öko-Produkten hängt der Gesetzgeber dem Trend hinterher. Auch für Möbel gibt es bislang keine einheitlich geregelten Richtlinien, geschweige denn ein Gütesiegel, dass dem Verbraucher garantiert Öko-Möbel zu bekommen.
Es gibt eine Vielzahl an Gütesiegeln, die jeweils unterschiedliche Kriterien bewerten. Bekannte Prüfsiegel sind der „Blaue Engel“ und das GS-Siegel, ersteres bewertet die Verwendung von Weichmachern, Formaldehyd und Lösungsmitteln bei der Herstellung der Möbel, während das GS-Siegel auf die Produktsicherheit begrenzt ist.
Das „FSC-Siegel“ für Möbel aus Holz garantiert, dass das verarbetete Holz aus nachhaltiger, ökologischer und sozial verträglicher Forstwirtschaft stammt.
Wer sicher sein will, dass seine Möbel frei von gesundheitsgefährdenden Stoffen sind, sollte auf das Siegel „IUG Allergiker geeignet“ des Instituts für Umwelt und Gesundheit achten.
Wer ganz sicher gehen will beim Möbel kaufen wirklich ökologisch einwandfreie Produkte zu bekommen, ist in Öko-Möbelkaufhäusern gut beraten.




19.05.2010 12:03:33 von Madlen.Hasfurter
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