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Möbel Klassiker - Was ist das Besondere an Chppendale-Möbeln

Chippendale ist ein Möbelstil, der nach dem Kunsttischler Thomas Chippendale benannt wurde. Der Engländer Thomas Chippendale wurde am 5. Juni 1718 in Yorkshire geboren, starb am 13. November 1779 in London, hatte fünf Söhne und vier Töchter. Sein Sohn, der auch Thomas hieß, übernahm das väterliche Geschäft und führte es 1804 in die Zahlungsunfähigkeit (heute würde man es eher Insolvenz nennen).

Der Vater Thomas Chippendale wurde 1754 durch die Veröffentlichung eines Musterbuches mit dem Titel „The gentleman and cabinet makers Director“ so bekannt, dass nicht nur sein entwickelter Möbel-Stil, sondern eine ganze Ära nach ihm benannt wurde - die Zeit des englischen Rokokos.

Sitzen, schreiben und lesen – Chippendale baute die passenden Möbel

Die Möbel, die Chippendale herstellte, waren Sitzmöbel, Schreibtische, Bücherschränke und Kleinmöbel. Die Einrichtung zeichnete sich durch die harmonische Verbindung neuer mit alten Formen aus. Elemente aus der englischen Tradition wurden mit Elementen aus dem französischen Rokoko, der Gotik und der chinesischen Kunst kombiniert.

Auffällig und unverwechselbar bei einem Chippendale-Stuhl ist die durchbrochene Rückenlehne, die gestaltet ist, als wären Bänder ineinander verschlungen oder die durch einen integrierten Spitzbogen als gotisches Element auffällt. Die Stuhlbeine zeigen in Anlehnung des französischen Rokokos eine geschwungene Form. Chippendale-Stühle nach chinesischem Vorbild haben als Rückenlehne streng geometrische Latten, die Stuhlbeine sind gerade und durch Stege befestigt.

Möbel aus Mahagoni kunstvoll geformt

Das bevorzugte Material der Chippendale Möbel ist Mahagoniholz, das sehr hart und feinporig ist. Die Möbel haben zum Teil feuervergoldete Holzbeschläge, oder es wurden andersfarbige Hölzer als Schmuck eingelegt oder mit Japanlack verziert. Die Motive sind auch hier dem Rokoko, der Gotik oder chinesischen Elementen entnommen.

Chippendale-Möbel sind kunstvoll geformt, nicht wuchtig, in der Gesamtform schlank, dennoch zweckmäßig. Die Kombination zwischen Schönheit und praktischer Handhabung machte diesen Möbelstil weit über die englischen Grenzen hinaus bekannt und beliebt. Der Chippendale-Stil wurde in Nordeuropa und den USA gern imitiert.


06.11.2008 02:18:35 von KMA
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