Die Hoffung, dass sich ein langfristiger Abwärtstrend für Heizölpreise einstellen könnte, wird sich kaum erfüllen lassen. Derzeit jagt ein Preishoch das nächste und ein Abschwung ist nicht in Sicht. Zwar können sich kurzfristig Preiseinbrüche ergeben, allerdings sind diese nicht vorhersehbar. Einmal mehr mag sich der Heizölkäufer fragen, wie sich der Heizölpreis bildet. Die Einflussfaktoren sind vielfältig. Zum einen wird der Preis durch die Nachfrage bestimmt. Des Weiteren sind unter anderem die Kosten für die Ölgewinnung für die Bildung des Heizölpreises maßgeblich. Einen weiteren Einfluss auf die Preisbildung haben die Finanzhäuser, die sich nicht nur von den Kosten und der Nachfrage leiten lassen, sondern auch von einer Gewinnerzielung durch die Preisbewegungen. Durch die derzeitige Lage der US-Wirtschaft ist dies jedoch erschwert. Die Folge könnten extremere Preisausschläge sein.
Als zusätzlicher wichtiger Einflussfaktor auf den Ölpreis darf das Konsumverhalten der Menschen nicht vergessen werden. Das Wohlstandsstreben wird zu Lasten der vergänglichen Ressourcen weiter vorangetrieben. Und so ist schon zu heutigen Zeiten eine weitere Teuerung der Preise nicht umgänglich. Denn auch wenn noch viel Öl, Gas und Kohle in der Erde liegen, wird ihre Gewinnung immer schwerer.
Ein langfristiger Aufwärtstrend der Heizölpreise wird somit durch die Menschen immer weiter angefacht. Dabei wäre hier ein Umdenken möglich. Nach heutigem Wissenstand gibt es mehr erneuerbare Energien als die Menschheit je verbrauchen könnte. Dennoch, die Menschen sind nicht gezwungen diese Möglichkeit wahrzunehmen und haben sich diese Energien noch nicht nutzbar gemacht.
Vielleicht erfolgt hier erst eine Verhaltensänderung, wenn das Problem unausweichlich geworden ist. Doch je länger das Umdenken auf sich warten lässt, desto beschwerlicher wird die Änderung zur Lösung des Problems der Endlichkeit fossiler Energiequellen sein.