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Artikel » Bauen & Wohnen Drempelstützen selbst herstellen |
Stahlbetondrempelstützen sind eine der wichtigsten Aussteifungs-möglichkeiten im Dachgeschossbereich. Sie werden in der Regel in die Wände des tragenden Innenmauerwerks auf beiden Traufseiten des Daches integriert; die Höhe beträgt meist 75-100 cm. Der Statik sind Abstände und einzubauende Bewehrung zu entnehmen. Da über die Stahlbetonstützen auch die Mauerwerks-pfette (i.d.R. 12/14 cm) angeschlossen wird (meist über einen Bolzen mit 16 mm Durchmesser), sollte der Abstand zwischen den Stützen nicht zu groß gewählt werden. Die Vorbereitungen für die Fertigung der Stahlbetonstützen beginnt bereits bei der Bewehrung der Stahlbetondecke; heutzutage wird im Einfamilienhausbereich vorwiegend mit Filigrandecken gearbeitet, bei der "nur" noch die obere Bewehrung (Stahlmatten und/oder Stabstahl), sowie evtl. nötige Zulagen (Stabstahl), bauseits zu verlegen sind (siehe Statik bzw. Bewehrungsplan des Deckenherstellers). Zu diesem Zeitpunkt ist auch die Bewehrung für die Stahlbetondrempelstützen zu verlegen (Stabstahl ragt später aus fertig betonierter Decke heraus). Die Platzierung der Stabstähle (meist ein Stab Durchmesser 10-12 mm je Ecke der Stütze) ist dabei mit großer Genauigkeit auszuführen; müssen die Stützen doch dem späteren Wandverlauf exakt folgen und außerdem muß auch noch eine gewisse Beton-deckung der Stahlstäbe eingehalten werden (Statik). Damit die Stäbe auch beim Betonieren der Decke fixiert sind, empfiehlt es sich diese Stäbe mittels Schweißung in ihrer Lage zu stabilisieren. Als Schweißgerät hat sich im Schweißgeräte -Vergleich gezeigt, daß sich hierfür ein Elektrodenschweißgerät besser eignet als ein Schutzgasschweißgerät (vor allem wegen des besseren Handlings auf der Baustelle). Die Stabstähle der Drempelstützen werden rechtwinklig gebogen (unterer Teil wird in Stahlbeton-decke eingebettet), ausgerichtet und dann z.B. an den hervorstehenden Dreiecksträgern der bereits liegenden Filigrandecke an ein paar Punkten verschweißt (nur soviel, damit sich die Lage beim Betonieren der Decke nicht verschieben kann). Hilfreich bei dieser Arbeit ist eine zweite Person, die den Stab in der zu verschweißenden Position fixiert. Nachdem die Decke betoniert und ausgehärtet ist, kann damit begonnen werden, das Mauerwerk des OG zu errichten; im Drempelbereich werden die zu fertigenden Stahlbetonstützen beim Mauern ausgespart. Nachdem die von der Statik meist geforderte Bügelbewehrung eingebaut worden ist, kann die im Mauerwerk verbliebene Lücke eingeschalt (beidseitig Schalbretter) und betoniert werden (verdichten). Den Bolzen zur Verankerung der späteren Fußpfette nicht vergessen; sinnvoll ist es hierbei zur besseren Verankerung Stahlstabreste in Quer- und Längsrichtung am Schraubenfuß zu verschweißen. Als Schweißgeräte sind auch hierfür Elektrodenschweißgeräte gut geeignet.
| | | 20.02.2008 12:58:26 von |
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