Datum: 17.05.2012, 15:50:26 Uhr 
 
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Leichtbauwände selbst erstellen

Soll eine Trennwand hergestellt werden, hat sich ein System, bestehend aus Metallprofilen und beidseitiger Beplankung mit Gipskarton- bzw. Gipsfaser-platten gut bewährt. Dieses System besteht aus senkrechten (CW) und waagerechten (UW) Profilen. Nach dem exakten, lotrechten Aufzeichnen des neuen Wandverlaufs werden zuerst die waagerechten UW-Profile an Boden und Decke verlegt. Zur besseren Schallisolierung sind hierbei auf der Rückseite
Dichtbänder bzw. Schaumstoffstreifen oder ähnliches unterzulegen. Die Profile werden dann je nach Untergrund verschraubt bzw. verdübelt (Bohrmaschine, Akkuschrauber, Bohrhammer). Hierbei auf evtl. im Untergrund liegende Rohre und Kabel achten. Als nächstes werden die aufgehenden CW-Profile an den Wänden in gleicher Weise angebracht (aufgehendes Profil wird in waagerechtes Profil geschoben). Notwendige Schnitte lassen sich mit einer Blechschere, einer Metallsäge, einer Schleifmaschine (Trennschleifer) oder einer Stichsäge mit Metallsägeblatt ausführen. Der Befestigungsabstand der Profile an Wand und Boden/Decke sollte ca. 50 cm nicht überschreiten. Im folgenden werden weitere CW- Profile eingeschoben und mittels Wasserwaage senkrecht ausgerichtet; hierbei sollte der Abstand der einzelnen Profile auf die Breite der zu verlegenden Gipsplatten abgestimmt werden (Profil mittig unter zu erwartendem Plattenstoss). Als Faustregel für den Abstand sollten +- 50 cm gelten. Noch ein Tipp für Öffnungen wie z.B. Türen; hier sollten Sie der für die jeweilige Tür angegebenen Rohbaubreite bzw. –höhe ruhig 1,5-2 cm zugeben, um für den späteren Einbau des Türrahmens genügend Platz zu haben. Nachdem die Profile soweit gestellt worden sind, kann damit begonnen werden eine Seite der Wand mit Gipskarton- bzw. Gipsfaserplatten zu beplanken. Die Platten werden mittels selbstschneidender Schnellbauschrauben mit der Metallprofilen verschraubt (Abstand ca. 20 cm) (Akkuschauber, Bohrmaschine). Beim Schneiden der Platten gibt es allerdings Unterschiede: während sich Gipskartonplatten relativ einfach durch anritzen der Oberfläche (Cuttermesser oder sonstiger spitzer Gegenstand) und anschließendem abknicken an einer Kante "zuschneiden" lassen, benötigt man für Gipsfaserplatten eine Handkreissäge oder eine Stichsäge. Nach der vollständigen Beplankung einer Seite der herzustellenden Trennwand werden evtl. notwendige Installationen, wie Kabel oder Rohre verlegen, ausgeführt. Löcher für z.B. Schalterdosen lassen sich relativ einfach mit einer Bohrmaschine mit Lochsägenaufsatz herstellen. Tipp: falls an einer Stelle gehäuft Schalter bzw. Steckdosen geplant sind, sollte in diesem Bereich zur Verstärkung eine Holzplatte (z.B. OSB) hinter der Gipsplatte verschraubt werden (die dann mit der Lochsäge gemeinsam durchbohrt wird). Diese Vorgehensweise empfiehlt sich auch für die Aufnahme schwerer Lasten (z.B. Heizkörper). Nachdem die Installationen erledigt sind, werden zur Schallisolierung Dämmplatten (z.B. Mineralwolle) in den Wandhohlraum eingebracht. Jetzt kann die andere Seite der Trennwand mit Gipsplatten geschlossen werden. Hierbei sollte auf einen Fugenversatz zur gegenüberliegenden Seite der Wand geachtet werden. Beginnt man hier mit einer halben Platte, bekommt die gesamte Wand eine höhere Stabilität. Nachdem anschließend die Plattenstöße und die Schraubenköpfe verspachtelt und nach dem Trocknen geschliffen worden sind, kann mit dem Tapezieren begonnen werden. Sie sehen, dass der Aufbau einer Leichtbauwand keine allzu schwierige Aufgabe darstellt und für den halbwegs begabten Heimwerker kein Problem sein sollte.


15.02.2008 12:10:58 von pruellage
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