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Artikel » Bauen & Wohnen Parkett verlegen |
In diesem Zusammenhang ist das Verlegen von Fertigparkett in verleimter Ausführung zu verstehen. Fertigparkett zeichnet sich dadurch aus, daß die Oberfläche bereits fertig zur späteren Nutzung hergestellt ist und nach dem Verlegen nicht mehr versiegelt werden muß. Das Parkett besteht meist aus rundum mit Nut und Feder bestückten, brettartigen Flächeneinheiten. Fertigparkett wird in der Regel schwimmend verlegt; d.h. die zusammen- gesetzte Fläche kann sich auf dem Untergrund in alle Richtungen frei bewegen. Dazu ist es natürlich erforderlich von allen festen Bauteilen (Wand, Stütze, Heizungsrohr, usw.) einen gewissen Abstand einzuhalten (Dehnungsfuge). Diese sollte i.d.R. 15-20 mm betragen. (lässt sich mittels geeigneter Wandleisten später überbrücken) An den Untergrund sind folgende Anforderungen zu stellen: 1) er muß relativ eben sein (ansonsten sind selbstnivelierende Ausgleichsmassen zu verwenden) 2) er darf nicht zu feucht sein (im Neubaubereich ist es daher immer von Vorteil eine Folie unterzulegen) 3) Gegen allzu "lauten" Trittschall hält der Handel verschiedene Materialien zu Verringerung dieses Schalls bereit (Kork, Schaumstoff, Filz, usw.). Einige Parketthersteller haben aber auch schon diese Dämmung in ihren Produkten integriert (untergeklebt); hinsichtlich deren Verarbeitbarkeit sind diese natürlich anderen Produkten vorzuziehen. Vor der Verarbeitung von Fertigparkett sollte dieses min. 24 Stunden in dem zu verlegenen Raum gelagert werden (bei für diesen Raum typischer Temperatur bzw. Luftfeuchtigkeit), um dem Parkett Gelegenheit zu geben, sich anzupassen. Parkett sollte immer so verlegt werden, daß der Hauptlichteinfall des Raumes parallel zur Längsrichtung der Platten verläuft. So fallen Längsfugen später nicht so auf. Fertigparkett wird am einfachsten (verschnittarm) endlos verlegt; d.h. mit dem am Ende einer Reihe abgeschnittenen Teil wird die folgende Reihe begonnen.(Dabei ist aber auf einen ausreichenden Fugenversatz zu achten) Notwendige Sägeschnitte werden am Besten mit einer Stichsäge oder einer Handkreissäge ausgeführt; am besten von der Rückseite her (verringertes Ausreißen der eigentlichen Oberfläche). Wichtig ist die Verlegung der ersten Parkettreihen; hier sollte auf die Einhaltung der Dehnungsfuge zur Wand (Abstandshalter) einerseits und das fugenlose „Zusammenschlagen“ andererseits geachtet werden. Gerade bei den ersten Reihen verschieben sich die Fugen aufgrund des Schlagens gerne mal. Diese Reihen sollten daher besonders stabil eingekeilt werden. Zum Zusammenschlagen nutzt man einen Hartholzklotz, mit dem man die einzelnen Platten gefühlvoll zusammenführt, ohne Nut und Feder zu beschädigen. Vorher wird mittels einer Dosierflasche wasserfester Leim in ausreichender Menge auf Nut u. Feder verteilt. (quillt dann beim Zusammenschlagen aus der Fuge; aus eigener Erfahrung ist es günstig diesen Leimüberschuss sofort mit einem feuchten Tuch zu entfernen und ihn nicht erst antrocknen zu lassen) Als wichtiges Zubehörteil beim Verlegen von Parkett ist noch das sog. Zugeisen zu nennen, um das jeweils letzte Stück einer Reihe heranziehen zu können.
| | | 06.02.2008 18:25:59 von |
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